Aufgaben - Wissenschaftstheorie: Unterschied zwischen den Versionen

Aus eLearning - Methoden der Psychologie - TU Dresden
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
Zeile 1: Zeile 1:
{{Nav|Navigation|U Geisteswissenschaftliche Grundlagen|Übungen|Hauptseite}}
{{Nav|Navigation|U Geisteswissenschaftliche Grundlagen|Aufgaben - Geisteswissenschaftliche Grundlagen|Hauptseite}}


Der folgenden Bereich beinhaltet Fragen zum Thema Wissenschaftstheorie. Er beschäftigt sich somit mit der damit, wie wir Wissen erlangen können und erlangen sollten. Alle Fragen sind Multiple Choice Fragen, d.h. es können immer mehrere Antworten richtig sein. Klicken Sie zur Beantwortung einer Frage die korrekten Antwortmöglichkeiten an. Um Ihre Ergebnisse auszuwerten, wählen Sie bitte den Button "Speichern" am unteren Ende der Seite.  
Der folgenden Bereich beinhaltet Fragen zum Thema Wissenschaftstheorie. Er beschäftigt sich somit mit der damit, wie wir Wissen erlangen können und erlangen sollten. Alle Fragen sind Multiple Choice Fragen, d.h. es können immer mehrere Antworten richtig sein. Klicken Sie zur Beantwortung einer Frage die korrekten Antwortmöglichkeiten an. Um Ihre Ergebnisse auszuwerten, wählen Sie bitte den Button "Speichern" am unteren Ende der Seite.  

Aktuelle Version vom 12. Dezember 2019, 17:42 Uhr

Der folgenden Bereich beinhaltet Fragen zum Thema Wissenschaftstheorie. Er beschäftigt sich somit mit der damit, wie wir Wissen erlangen können und erlangen sollten. Alle Fragen sind Multiple Choice Fragen, d.h. es können immer mehrere Antworten richtig sein. Klicken Sie zur Beantwortung einer Frage die korrekten Antwortmöglichkeiten an. Um Ihre Ergebnisse auszuwerten, wählen Sie bitte den Button "Speichern" am unteren Ende der Seite.

Für jede vollständig richtig beantwortete Frage erhalten Sie einen Punkt. Für falsche beantwortete Fragen werden Ihnen keine Punkte abgezogen. Sie können diese Einstellung jedoch beliebig verändern. Ihre Gesamtpunktzahl finden Sie am unteren Seitenende.


  

1 Wie definiert man heutzutage häufig „Wissen“?

Umfassende Beschreibung von Naturzuständen
Einigung der Science Community auf die vorrübergehende Akzeptanz einer Theorie
Sammlung von Kausalrelationen (Theorien), die genügend überprüft wurden
Erkenntnis, die über Deduktion und Dialektik erreicht werden muss
Objektiv erkennbare Wahrheit

2 Welches sind bedeutende Spannungsfelder in der heutigen Wissenschaft?

Falsifikation vs. Verifikation
Nomothetik vs. Idiographik
Theorie vs. Realität
Nature vs. Nurture
qualitative vs. quantitative Forschung
Monismus vs. Dualismus

3 Was versteht man unter einer Metatheorie?

eine Theorie, die zwischen zwei (oder mehr) anderen „vermittelt“, einen Kompromiss bildet
eine Theorie, die über allem steht (z.B. ein Weltbild)
eine Theorie, die gleichzeitig mit einer widersprüchlichen existiert
eine Theorie, deren Gegenstand eine oder mehr andere Theorien sind

4 Wer sich „vom Allgemeinen zum Besonderen“ bewegt, nutzt welche Methode?

Induktion
Determinismus
Methode der Übereinstimmung
blindes Raten
Deduktion

5 Welches ist ein Beispiel für einen Teilschluss?

Menschen sind sterblich, ich bin ein Mensch, also bin ich sterblich.
Bei offenem Fenster ist es laut und kalt, eine Tür ist (fast) wie ein Fenster, also ist es auch bei offener Tür laut und kalt.
Tasse A und Tasse B haben einen Henkel, also besitzt auch Tasse C einen.
1,8% der Nordamerikaner sind homosexuell, also sind 1,8% der Weltbevölkerung homosexuell.

6 Welche Darstellung beschreibt die Methode des Unterschieds nach Mill?

A -> B, AX -> BY, deshalb X -> Y
A -> B, B -> C, deshalb A -> C
AX -> Y, A -> nicht Y, deshalb X -> Y
AX -> Y, BX -> Y , deshalb X -> Y

7 Welche Probleme können bei induktivem Vorgehen auftreten/ was muss man dabei beachten?

Abgeleitet werden, was implizit schon da ist
Reines „Sammeln“ reicht nicht, es muss ein Grundzusammenhang bestehen
implizite Theorien steuern die Wahrnehmung
Gefahr der Zirkularität
Wissen ist nie wirklich gesichert

8 Was beschreibt das Hempel-Oppenheim-Schema?

die deskriptive Sichtweise
Vorgehen nach Ockham’s Razor
die normative Sichtweise
den Prozess der Induktion
den Prozess der Deduktion

9 Was versteht man unter dem „Explanans“?

die Theorie
das zu erklärende Ereignis
die Ausnahme
Randbedingungen und Gesetz
das Erklärte

10 Wer vertrat den Positivismus?

Frankfurter Schule
Karl Popper
Habermas und Freud
Wiener Kreis

11 Was hatte sich der Wiener Kreis zum Ziel gesetzt?

Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften zu trennen
soziale Ungerechtigkeit zu bekämpfen
die Philosophie zu objektivieren
Letztbegründungen als Basis der Wissenschaft zu etablieren
wirtschaftliche Missstände aufzudecken

12 Welche Aussagen hätte Karl Popper (Kritischer Rationalismus) vehement bestritten?

Wissenschaftliche Theorien müssen vielen strengen Richtlinien folgen
Induktion ist als Methode unbrauchbar
Wir sollten nach der Belegung objektiver Wahrheit streben
Im Gegensatz zu Verifikation ist Falsifikation wirklich sicher
Man muss Theorien vorrübergehend akzeptieren, auch wenn sie nicht bewiesen sind

13 Welche Aussagen über Imre Lakatos (Forschungsprogramme) sind zutreffend?

Er war der Meinung, unerwartete Ergebnisse bei Experimenten
Er kritisierte das „Experimentum crucis“
Er prägte den Begriff „Exhaustion“
Seine Ansichten sind mit denen Karl Poppers praktisch identisch

14 Wie würden Anhänger der deskriptiven Sichtweise die Wissenschaft beschreiben?

als wertbelastet und von der Gesellschaft geprägt
als Weg zu immer mehr Erkenntnis
als historischen und sozialen Prozess
als sich selbst begründender Sachverhalt
als teilweise irrational und subjektiv

15 Was bezeichnet Fleck als ein Denkkollektiv?

Etwas, in das man erst eingeführt werden muss
Ein sich selbst stabilisierendes System
Eine Gruppe von Menschen, die den gleichen Denkstil besitzen
Alle sozialen Gruppen außer die wissenschaftliche Community
Eine angeborene Zugehörigkeit zu einer Denkrichtung

16 Was versteht man unter Inkommensurabilität?

Die Unvergleichbarkeit verschiedener Paradigmen/Theorien
Die Inkompatibilität einer Person mit einem bestimmten Denkstil
Die Ununterscheidbarkeit zweier Werte
Die Phase vor einer Revolution

17 Welche Ansichten teilte Thomas Kuhn (Paradigmen & Revolutionen) NICHT?

Wissenschaft ist kumulativ
Paradigmen verändern unsere Wahrnehmung
Theorien-/ Paradigmenwechsel sind rational
Denkstile unterscheiden sich nur minimal voneinander

18 Was kritisierte Paul Feyerabend (Forschungsanarchie)?

die Vernachlässigung der Kreativität und Intuition im Forschungsprozess
die normativen Ansätze
dass Maßstäbe und Methoden zu wenig standardisiert waren
die Ausgrenzung des gemeinen Volks aus der Wissenschaft
das Chaos, das in der wissenschaftlichen Community herrschte

19 Um welches Thema drehte sich der Positivismusstreit im Kern?

die Art, Schlussfolgerungen zu ziehen
den Glauben an eine vom Forscher unabhängige objektiv erkennbare Realität
die genauen Ziele der Sozialwissenschaften
das Ersetzen eines Paradigmas durch ein anderes

20 Womit befasst sich die Kritische Theorie?

Objektifizierung der Wissenschaft
Vermeidung von Letztbegründungen
Proof of Concept
Einfluss der Gesellschaft auf das Individuum

21 Was postuliert der wissenschaftstheoretische Strukturalismus (Stegmüller)?

Popper und Kuhn vertreten unvereinbare Theorien
Theorien bestehen aus Kern und Anwendungsbereich
Eine Theorie muss nicht auf Richtigkeit geprüft werden
Theorien können falsifiziert, nicht aber verifiziert werden