Aufgaben - Synthetische Modelle

Aus eLearning - Methoden der Psychologie - TU Dresden
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1 Welche Aussagen zum Verarbeitungszyklus in Soar sind richtig?

Wenn kein beim Evaluationsprozess kein bester Operator gefunden werden kann, kehrt das System in den Ausgangszustand zurück.
Wenn der Arbeitsspeicher bestimmte Bedingungen von Produktionsregeln erfüllt, schlagen diese die Anwendung bestimmter Operatoren vor.
Bei jeder Bewältigung eines Unterziels wird eine neue Regel erstellt.

2 Welche Aussagen zur Funktionsweise von kognitiven Architekturen sind richtig?

Kognitive Architekturen funktionieren ähnlich wie eine Programmiersprache.
Anwender können ihre Experimente in Form von Programmen in die Architekturen einbauen und testen.
Man kann damit Daten wie Reaktionslatenzen und Genauigkeit simulieren.
Die Modelle innerhalb von kognitiven Architekturen sind nicht generalisierbar.

3 Über welche dieser Fähigkeiten verfügen neuronale Netze (sowohl künstliche als auch biologische)?

Lernen und Selbstorganisation
lokale, ortsspezifische Speicherung von Mustern
Toleranz gegenüber Fehlern im Input
Generalisierung von Bekanntem auf Unbekanntes

4 Wodurch wird die Aktivierung der Knoten in dynamischen Feldern beeinflusst?

externer Input
Aktivierung des betreffenden Knotens selbst
Aktivierung der Nachbarknoten
Ruhepotential

5 Welche Aussagen zu den Funktionsbausteinen von Soar sind richtig?

„Chunking“ bezeichnet die Gruppierung von Operatoren in eine funktionale Kategorie.
Produktionsregeln können Operatoren vorschlagen und bewerten.
Der Regelspeicher greift auf das im Arbeitsspeicher kodierte prozedurale und Faktenwissen zurück.

6 Welche der folgenden Aussagen zur Agentenbasierten Modellierung treffen zu?

Agentenbasierte Modellierung kann keine Erklärungsansätze für soziale Phänomene wie z.B. Massenpanik bieten.
Agentenbasierte Modellierung nutzt vieler kleine autonome Einheiten, welche keine Entscheidungs- oder Handlungsmöglichkeiten besitzen.
Agentenbasierte Modellierung wird zur Untersuchung komplexer Systeme verwendet.
Agenten bringen durch Interaktion miteinander ein bestimmtes Systemverhalten hervor.

7 Wovon ist die Gewichtsveränderung bei der Deltaregel abhängig?

Belohnungssignal
Lernrate
Differenz zwischen gewünschtem und beobachtetem Output
Aktivierung des Inputknotens

8 Welche dieser Lernregeln gehören zum überwachten Lernen?

Delta-Regel
Hebb’sche Lernregel
Backpropagation-Regel
Competitive Learning

9 Was versteht man unter Populationsvektorkodierung bei dynamischen neuronalen Feldern?

Ein Knoten kodiert eine Population von Eigenschaften.
Jeder Knoten hat eine „präferierte“ Eigenschaftsdimension.
Jeder Knoten hat eine „präferierte“ Eigenschaftsausprägung.
Eine Population von Knoten kodiert gemeinsam eine Eigenschaftsdimension.

10 Welche der folgenden Netztypen besitzen keine Rückkopplungen?

Attraktorennetze
Kohonen-Netze
Perzeptron
Dynamische neuronale Felder

11 Synthetische und Explanative Modelle werden zur Modellierung komplexer Prozesse verwendet. Der Mensch stellt ein überaus komplexes System dar, dessen Verhalten mittels gesonderter Modelle aus verschiedenen Perspektiven analysiert werden kann. Welche Aussagen über diese verschiedenen Betrachtungsebenen sind zutreffend?

Individuumsorientierte Modelle untersuchen Inter-Agenten-Prozesse.
Individuumsorientierte Modelle beschäftigen sich mit der Entstehung menschlichen Verhaltens durch das Zusammenspiel interner Prozesse.
Sozialorientierte Modelle beschäftigen sich mit der Entstehung menschlichen Verhaltens durch das Zusammenspiel von Personen.
Sozialorientierte Modelle untersuchen Intra-Agenten-Prozesse.

12 Welche der folgenden Merkmale besitzen Synthetische und Explanative Modelle?

Modelle dienen der Generalisierung und Theoriebildung
Modelle verhalten sich, d.h. sie repräsentieren nicht nur abstrakte Zahlenketten, sondern können in eine Verbindung zur (virtuellen) Außenwelt gestellt werden
Entwicklung erfolgt durch Abstraktion über Daten bestimmter Fälle oder prinzipienorientiert ohne Daten
Modelle überraschen selten, da ihre Komplexität durch die Modellierung angemessen reduziert werden muss

13 Welche Aussagen über Attraktorennetze sind zutreffend?

Attraktoren sind stabile Werte, zu denen die Gewichte immer wieder zurückkehren.
Die Knoten einer Schicht besitzen laterale Rückkopplungen.
Das Lernen erfolgt nach dem „Winner-takes-all“-Prinzip, sodass jeweils nur die Gewichte des am stärksten aktiven Knotens aktualisiert werden.
Durch das Lernen bilden sich stabile Koaktivierungsmuster von Knoten.

14 Welche Aussagen zum Konzept der emergenten (oder auch aufsteigenden) Level, welches bei der Modellierung zu beachten ist, treffen zu?

Elemente eines übergeordneten Levels stellen die reine Ansammlung von Objekten untergeordneter Level dar.
Elemente eines übergeordneten Levels entstehen durch Interaktionen von Elementen untergeordneter Level.
Zusammensetzung der höheren Level aus den Objekten unterliegender Level ändert sich mit der Zeit.
Sowohl übergeordnete als auch untergeordnete Level folgen denselben Regeln.

15 Welcher logische Operator lässt sich nicht mit einem einschichtigen Perzeptron umsetzen?

exklusives Oder
Und
Nicht
inklusives Oder

16 Welche Probleme und Schwierigkeiten treten beim Reinforcement-Lernen auf?

Reinforcement-Lernen dauert oft länger als überwachtes Lernen.
Das Lernprinzip kommt in der Realität nicht vor.
Belohnungen treten oft zeitversetzt zu Handlungen auf.
Der Lernvorgang findet gänzlich ungesteuert statt.

17 Welche Art des Lernens lässt sich mit Hebb’schem Lernen erklären?

Instruktionslernen
Operantes Konditionieren
Klassisches Konditionieren
Habituation

18 Die kognitive Architektur ACT-R besteht aus folgenden Modulen:

Prozedurales Modul
Ziel Modul
Deklaratives Modul
Manuelles Modul
Introspektives Modul

19 Welche Lernregel ähnelt der klassischen Perzeptron-Lernregel am stärksten?

Competitive Learning
Deltaregel
Backpropagation
Hebb’sches Lernen

20 Welches dieser Konzepte ist kein zentraler Baustein dynamischer neuronaler Felder?

laterale Inhibition
Lernen durch Änderung des Interaktionskernels
kontinuierliche topologische Repräsentationen
Entwicklung von Aktivierung über die Zeit

21 Was hat beim Hebb’schen Lernen keinen Einfluss auf die Gewichtsveränderung?

Fehlerterm
Lernrate
Aktivierung des Inputknotens
Aktivierung des Outputknotens

22 Um welche Form des Lernens handelt es sich, wenn ein Kind versucht, das richtige Puzzleteil zu finden, indem es verschiedene Teile ausprobiert, um zu sehen, ob sie passen?

error-driven learning
reinforcement learning
supervised learning
unsupervised learning

23 Was versteht man unter stigmergischen Interaktionen?

indirekte Form der Interaktion, bei welcher Agenten ihre Position verändern
direkte Form der Interaktion, bei welcher Agenten die Eigenschaft eines anderen Agenten verändern
indirekte Form der Interaktion, bei welcher Agenten ihre lokale Umwelt verändern
direkte Form der Interaktion, bei welcher Agenten die Position eines anderen Agenten verändern

24 Was beeinflusst die Gewichtsveränderung bei Nutzung der Backpropagation-Regel?

Lernrate
Beitrag eines Gewichts zum Gesamtfehler
Schwellwert
statistische Regularitäten im Inputmuster

25 Was versteht man unter impliziter Rekonstruktion des Inputs als Trainingssignal?

Ein externer „Lehrer“ gibt einen Output vor.
Der Lerner generiert eine implizite Erwartung des korrekten Outputs als Assoziation zum aktuellen Input.
Der Lerner generiert eine implizite Erwartung über die Konsequenz einer motorischen Aktion.
Der Lerner generiert eine implizite Erwartung des korrekten Outputs als Kopie des aktuellen Inputs.

26 Welche Aussagen zum zentralen Produktionssystem der kognitiven Architektur ACT-R sind richtig?

Produktionsregeln aktualisieren u.a. die Zwischenspeicher für deren weitere Nutzung im nächsten Zyklus.
Über Produktionsregeln werden diese Informationen von den Modulen an das Produktionssystem weitergeleitet.
Reihenfolge der Verarbeitungsschritte: Konflikterkennung, Mustererkennung und Ausführung der geplanten Aktionen.
Das Produktionssystem kann nur auf eine begrenzte Menge an Informationen (Chunks) zurückgreifen.

27 Welche Verbindungsarten existieren im abgebildeten Netz?

Direktindirekt.png

Feed-forward-Verbindungen
direkte Rückkopplungen
indirekte Rückkopplungen
laterale Rückkopplungen

28 Was versteht man bei künstlichen neuronalen Netzen unter dem Netzinput?

die Aktivität eines einzelnen Inputknotens
das Aktivitätsmuster der Inputschicht
den aufsummierten und gewichteten Input, den ein Knoten empfängt
die Aktivierung, die ein Knoten als Input für den nächsten Knoten weitergibt

29 Welches Phänomen versucht das Konzept emergenter Level zu erklären?

das Verhalten einzelner Teile oder Individuen einer Gesamtheit gleicht sich innerhalb einer bestimmten Zeitspanne dem Gesamtsystem an, welche vom Ausmaß der Bewegung der einzelnen Individuen abhängig ist
einzelne Teile oder Individuen einer Gesamtheit können ein anderes Verhalten als das Gesamtsystem zeigen
das Verhalten einzelner Teile oder Individuen einer Gesamtheit gleicht sich innerhalb sehr kurzer Zeit dem Verhalten des Gesamtsystems an
das Verhalten einzelner Teile oder Individuen einer Gesamtheit gleicht sich innerhalb einer bestimmten Zeitspanne dem Gesamtsystem an, welche von der Anzahl der Elemente des Gesamtsystems abhängig ist

30 Welche Aussagen beschreiben Reinforcement-Lernen in künstlichen neuronalen Netzen?

Das Netz erhält eine Information über die Richtigkeit seines Outputs.
Es wird kein korrekter Output vorgegeben.
Das Grundprinzip des Reinforcement-Lernens entspricht dem operanten Konditionieren.
Das Lernen wird durch Vorgabe eines korrekten Outputs gesteuert.

31 Wo liegen Beschränkungen der Deltaregel?

Sie eignet sich nicht für mehrschichtige Netze.
Sie berücksichtigt den Inputknoten nicht.
Das Kennen der exakten Outputaktivierungen ist nicht biologisch plausibel.
Sie ist sehr rechenaufwändig.

32 Was passiert in der Trainingsphase künstlicher neuronaler Netze?

Gewichte verändern sich.
Inputmuster werden präsentiert.
Die Generalisierungsfähigkeit des Netzwerks wird überprüft.
Eine Lernregel wird angewendet.

33 Aus komplexen Systemen resultieren komplexe Verhaltensmuster. Welche Aussagen über zentrale Themen der Agentenbasierten Modellierung treffen zu?

Agentenbasierte Modelle erlauben die Modellierung des Prozesses sozialer Ansteckung durch Schwellenwertmodelle.
Agentenbasierte Modelle erlauben keine Beschreibung komplexer und räumlicher und zeitlicher Muster.
Agentenbasierte Modelle erlauben die Modellierung chemischer oder biologischer Interaktionen von Organismen oder einzelnen Zellen.
Agentenbasierte Modelle erlauben die Modellierung des Prozesses sozialer Kooperation.

34 ACT-R (Adaptive Control of Thought – Rational) ermöglicht…

die Überprüfung von Theorien durch den Vergleich simulierter und empirischer Verhaltensdaten.
rationale Gedankenkontrolle bei Menschen durchzuführen.
die selbstständige Implementierung von eigenen Modellen durch eine Standalone-Anwendung.
die Integration zentraler Grundmechanismen menschlicher Kognition in ein Computerprogramm.

35 Welche Aussagen über Kontextknoten in einfachen rekurrenten Netzen sind zutreffend?

Sie können die Aktivierung einer Schicht für einen Verarbeitungsschritt zwischenspeichern.
Sie ermöglichen das Lernen zeitlicher Sequenzen.
Sie sind stets über unveränderliche Gewichte in beide Richtungen mit dem Rest des Netzes verbunden.
Sie sind immer mit der Hiddenschicht verbunden.

36 Welche Aussagen über Agenten, deren Verhalten im Rahmen eines Agentenmodells beschrieben wird, treffen zu?

sind in eine unbegrenzte 2D oder 3D Umgebung eingebettet
handeln aktiv und reaktiv
handeln nach eigenen Zielen
besitzen nur eine begrenzte Informationsmenge und Rationalität

37 Was ist die Grundidee der Backpropagation-Regel?

Neuronale Netze lernen unüberwacht durch Selbstorganisation.
Überwachtes Lernen in mehrschichtigen Netzen wird realisiert, indem Fehlerterme von der Outputschicht wieder zurückgesendet werden.
In mehrschichtigen Netzen wird für jede Schicht im Vorhinein ein korrekter Output definiert, um überwachtes Lernen zu ermöglichen.
Belohnungsinformationen werden schichtweise von der Outputschicht zurückgesendet, um Reinforcement-Lernen zu ermöglichen.

38 Agentenmodelle werden anhand ihrer Abstraktionsniveaus in unterschiedliche Gruppen eingeteilt. Welche Aussagen über diese Gliederung und die verschiedenen Gruppen von Modellen treffen zu?

Man unterscheidet idealisierte und reduzierte Modelle.
Man unterscheidet idealisierte und detailgetreue Modelle.
Ein Nachteil idealisierter Modelle ist, dass sie aufgrund von unzureichend eingeschränkten freien Parametern zu viele mögliche Outcomes vorhersagen können.
Idealisierte Modelle versuchen die Realität auf ihre wesentliche funktionelle Essenz zu reduzieren.

39 Welche Möglichkeiten der Modellierung von Synthetischen und Explanativen Modellen werden angewandt?

Modellierung auf Basis existierender Theorien
Modellierung auf Basis bekannter Strukturen
Modellierung auf Basis innovativer Vorstellungen
Modellierung auf Basis struktureller Spekulationen

40 Der Sinn von kognitiven Architekturen besteht darin, ...

grundlegende Mechanismen menschlicher Kognition integriert zu beschreiben.
die Struktur eines spezifischen kognitiven Prozesses isoliert zu modellieren.
Theorie und deren komputationale Realisierung zu integrieren.
mehrere unterschiedliche kognitive Aufgaben modellieren und bearbeiten zu können.

41 Im Vergleich zu ACT-R…

ist auch in Soar prozedurales Wissen in einem Regelspeicher abgelegt.
hat Soar kein separates Arbeitsgedächtnis.
gibt es bei Soar mehrere Mechanismen, neues Wissen zu erwerben.
ist deklaratives Wissen bei Soar in Form von Chunks abgespeichert.

42 Welche der folgenden Merkmale besitzen komplexe Systeme?

Emergenz
Linearität
Pfadunabhängigkeit
Selbstorganisation