Charles Darwin

Aus eLearning - Methoden der Psychologie - TU Dresden
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Charles Darwin (1809-1887) war ein britischer Naturforscher. Berühmt geworden ist Darwin für seine evolutionsbiologische Theorie, die zunächst heftig umstritten war, heute aber ein Grundparadigma in der Biologie geworden sind.

Darwin stellte auf Basis seiner Forschungen zwei Hypothesen auf:


1. Höhere Gattungen stammen von Niederen ab.
Auch der Mensch stammt von einem „niederen“ Lebewesen, dem Affen, ab.

2.Die Entwicklung (Variation) von Lebewesen über Generationen ist aufgrund von zwei biologischen Mechanismen möglich:
Mutation: Das Genmaterial eines Lebewesens ändert sich spontan und wird an die nächste Generation weitergegeben. Durch diese Mutationen kommt es zu einem Variationsreichtum verschiedener Genvarianten.
Selektion: Die Lebewesen mit den „best-passenden“ Genen überleben und geben ihr Genmaterial an die nächste Generation weiter( „best-passende“ Gene äußern sich in einem Phänotyp, der der spezifischen Umwelt optimal angepasst ist.) Lebewesen mit „schlecht-passendem“ Genmaterial sterben frühzeitig und können sich nicht reproduzieren. Dadurch geht automatisch mit der Zeit das „schlecht-passende“ Genmaterial verloren. Darwin nannte dieses Phänomen survival of the fittest (Das Überleben des „Fittesten“/ am besten Angepassten – nicht „fit“ im Sinne von „Stärke“, wie manchmal irrtümlicherweise verstanden).
Diese Genvariationen dienen also gleichermaßen der Anpassung an die Umwelt, als dass sie auch durch sie entstehen.


In der Biologie sind diese Annahmen heute fest verankert. Für die Psychologie bildeten sie als Paradigma insbesondere die Basis für den Funktionalismus, die Systemtheorie und die evolutionäre Psychologie.